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Widerstand im Nationalsozialismus

Karl Neuhof

Karl Neuhof Geburtsdatum/-ort: 25. November 1891 in Friedberg

Todesdatum/-ort: 15. November 1943 im KZ Sachsenhausen

Zur Person und Art des geleisteten Widerstandes
Als die NSDAP an die Macht kam, wurde 1933 Neuhofs Haus durchsucht. Daraufhin wurde er arbeitslos. Später war er auf dem Bau als Hilfsarbeiter tätig. Wilhelm Beuttel, ein Freund Neuhofs und Instrukteur des ZK der KPD, bat im Herbst 1942 und im Winter 1943 um Einlass und Versteck, als er vor Neuhofs Tür stand. Obwohl Neuhof und seine Frau selbst in Gefahr waren, ließen sie ihn hinein. Das Ehepaar und Wilhelm Beuttel wurden am 10. Februar 1943 festgenommen. Im Oktober selben Jahres wurde Neuhof ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Da er ein Widerstandskämpfer und jüdischer Abstammung war, wurde er am 15. November 1943 erschossen. Seine Frau wurde in das Konzentrationslager Ravensbrück gebracht, wo sie später von der Roten Armee befreit wurde.

Kurzbiografie
Karl Neuhof war im Ersten Weltkrieg und kehrte danach verwundet zurück. Er erhielt ein Eisernes Kreuz, welches ihm Kaiser Wilhelm II. persönlich überreicht hatte. Neuhof hatte bereits dort eine Abneigung gegen den Krieg entwickelt. 1921 verließ er Friedberg und zog nach Berlin. Er arbeitete dort in einer jüdischen Firma als Getreidehändler. Zwei Jahre später heiratete Neuhof Gertrud Jaffke. Er wurde 1926 Mitglied der KPD, der RHD und dem Arbeitersportsverein "Fichte". Später trat er zudem noch der KPD-Ortsgruppe Glienicke/Nordbahn bei. Neuhof und seine Ehefrau nahmen an der Arbeit in der Erwerbslosenküche teil. Der gemeinsame Sohn, Peter Neuhof, wurde neben seinen Eltern, ebenfalls verhaftet. Er bekam das Tagebuch und einige Briefe seines Vaters. Er veröffentlichte 2006 die Geschichte seiner Familie. Antonie Maurer, Karl Neuhofs Schwester, wurde in das Konzentrationslager Uckermark gebracht wo sie später starb. Auch seine Mutter, Helene Neuhof, starb mit 82 Jahren im Konzentrationslager Theresienstadt. Neuhof wurde mit einem Stolperstein, der am 17. März 2011 verlegt wurde, geehrt. Auch eine Polytechnische Oberschule wurde von 1959 bis zur Wende nach ihm benannt. Vor der Schule steht immer noch ein Gedenkstein.


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